Der Krieg der eWallets: Skrill steht kurz vor der Übernahme durch Neteller!

In der iGaming-Branche haben nicht nur die Online-Casinos ein schweres Leben. Denn auch die Anbieter von elektronischen Zahlungslösungen nehmen häufig am Katz- und Mausspiel teil und man kann feststellen, dass dieses Mal Optimal Payments PLC - den Mutterkonzern von Neteller - die Rolle der machthungrigen Katze übernimmt. Der Kleinkrieg zwischen diesen zwei Parteien dauert schon seit einigen Monaten an und laut mehreren Quellen könnte die lila elektronische Gelbörse bald von Ihrem grünen Rivalen geschluckt werden. Was ändert sich dadurch für die Spieler und deren Gewohnheiten?

Ihr eWallet präsentiert sich bald im neuen Look

Der Weg dazu wurde bereits seit Ende März geebnet. Bald werden sich die Nutzer des Skrill (ehemals Moneybookers) eWallets der Realität beugen müssen: Sie müssen zum Konkurrenten wechseln. Denn auch wenn die meisten Nutzer, die dem violetten eWallet vertrauen, sich aus Prinzip noch nie bei der Konkurrenz umgesehen haben, so haben Sie dieses Mal keine andere Wahl als sich mit den Diensten von Neteller vertraut zu machen, der elektronischen Geldbörse der britischen Gesellschaft Optimal Payments PLC. Denn bis Ende August wird das britische Unternehmen nicht nur Skrill, sondern die gesamte Bandbreite an Zahlungslösungen der Sentinel Topco Ltd Gruppe übernehmen. Diese Übernahme ist jedoch an eine hohe finanzielle Gegenleistung gebunden. Die Rede ist von einem Kaufpreis in Höhe von 720 Millionen Euro, eine außergewöhnliche Summe im Bereich der Zahlungslösungen.

« Die Übernahme von Skrill ist erst dann möglich, wenn die britische Regulierungsbehörde FCA (Financial Conduct Authority) ihr Einverständnis gegeben hat. Das sollte im August dieses Jahres der Fall sein ».

Die zu erwartende Änderung ist für viele Spieler also ein einschneidender Schritt. Das sanfte Lila durch fluoreszierendes Grün auszutauschen zeugt von einem zweifelhaften Geschmack, aber es sind vor allem die Konsumgewohnheiten der Spieler, die betroffen sind. Auch wenn die Gründer von Skrill dank dieses historischen Deals ein Vermögen machen werden, sich vermutlich auf den Bahamas niederlassen, surfen und den ganzen Tag lang köstliche Cocktails schlürfen können, erwarten man von Ihnen, dass sie ihren Kunden wenigstens einen reibungslosen Übergang zum neuen Zahlungsmittel ermöglichen. Neteller und Skrill bieten aktuell sehr ähnliche Dienstleistungen, aber Sie sind in verschiedenen Weltregionen aktiv. Denn Skrill ist in asiatischen Ländern sehr viel beliebter als Neteller. Doch das scheint die meisten Online-Casinos nicht zu kümmern, denn die Spieler werden sich schon an das neue Zahlungsmittel gewöhnen.

Ein gutes Geschäft für den Marktführer Neteller

Optimal Payments PLC kann sich damit rühmen, dass ihm mit dieser Übernahme ein großer Coup gelungen ist. Als Marktführer hat Neteller nun goldene Tage vor sich und konnte so seinen ewigen Konkurrenten auf besonders erniedrigende Weise loswerden. Vom großen Imperium von Sentinel Topco Ltd bleiben nur noch Reste übrig. Denn die Firma hält nur noch 7,9% der Marktanteile an Skrill, einen verschwindend geringen Prozentsatz.

Um diesen Deal abschließen zu können, müssen jedoch noch ein paar Bedingungen erfüllt werden. Die Diskussion mit allen Aktionären der Optimal Payments ist in vollem Gange und die Sentinel Group muss noch die Zustimmung der amerikanischen Regulierungsbehörden abwarten, bevor sie mit dem Verkauf fortfahren kann. Unsere Reporter, die in London die Vertreter von Optimal Payments getroffen haben, haben uns bestätigt, dass der Vorgang noch einige Zeit in Anspruch nehmen könnte: „Die Übernahme von Skrill ist erst dann möglich, wenn die britische FCA (Financial Conduct Authority) ihr Einverständnis gegeben hat. Das sollte im August dieses Jahres der Fall sein ». Die Skrill-Nutzer haben also noch gut einen Monat Zeit, um sich in aller Ruhe von ihrem Lieblingsanbieter zu verabschieden.