Die Behandlung der Spielsucht

Bild von Cristina Perez

Am Liebsten würde man dieses unangenehme Thema vermeiden. Doch als professioneller Casinoratgeber verstehen wir es als unsere Pflicht, Sie auch darüber aufzuklären. Einige Spieler leiden an Spielsucht und sie möchten wissen, wie sie davon wieder loskommen können. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Aktuell werden sogar verschiedene Medikamente entwickelt, die den Spielern dabei helfen sollen. Mehr darüber im folgenden Artikel.

Wann wird das Glücksspiel zur Krankheit?

Man wacht nicht eines schönen Tages auf und ist spielsüchtig. Es handelt sich um einen schleichenden Prozess, dessen man sich nicht bewusst ist. Man spricht dabei auch von einem "angelernten Reflex". Derselbe Reflex spielt auch bei Übergewicht eine Rolle. Man handelt einfach automatisch und kann sich nicht kontrollieren. Es ist wie ein Verlangen.

Dazu kommt ein vergängliches Glücksgefühl, wie wenn man Drogen konsumiert. Der Spieler kann das Gefühl des Gewinnens nicht vergessen und möchte es immer wieder wiederholen. Solange man nicht wieder seine neue Dosis „Glück“ hat kann man nicht aufhören. Es gibt dabei also zwei Schuldige: das zu häufige Spielen und die Möglichkeit zu gewinnen. Es geht darum, das richtige Gleichgewicht zu finden.

Medikamente, die Wunder wirken können

Üblicherweise suchen der Spieler und sein Umfeld erst dann nach Hilfe, wenn es schon zu spät ist. Eine präventive Einstellung wäre besser, aber das ist einfacher gesagt als getan. Was sind also die möglichen Hilfsmittel? Viele Forscherteams arbeiten hartnäckig daran den süchtigen Spielern helfen zu können.

Da gibt es zunächst das Team von Martin Zack aus Toronto. Dieses erforscht den chemischen Mechanismus im Gehirn, der die Lust zum Spielen auslöst. Die klinischen Tests waren sehr überzeugend und man geht davon aus, dass das Medikament in Kürze für die Öffentlichkeit freigegeben wird. Man setzt dabei auf das Dopamin. Einige Gehirnrezeptoren sind erregend und andere inhibitiv. Martin Zack und sein Team versuchen diese zu regulieren, um so den süchtigen Spielern helfen zu können.

„Oft sind Spieler in einem Stadium, in dem Sie denken, dass nichts anderes mehr wichtig ist. Man muss sie wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen!“

Wir möchten auch den Psychiater John Grant von der Universität Chicago erwähnen, der sich auf das Vitamin N-Acetylcistein konzentriert, das für die Beeinflussung von bestimmten Gehirnbereichen verantwortlich ist. Zu diesen Forschungen gibt es jedoch keine klinischen Studien.

Die nicht medikamentöse Methode

Während wir also auf die Entwicklung dieser Medikamente warten, gibt es auch andere einfache Mittel, um die Spielsucht zu begrenzen. Der erste Schritt besteht darin, sich klarzuwerden, worum es sich beim Glücksspiel handelt. Sie müssen sich bewusst sein, dass das Glück und der Zufall unkontrollierbar sind und Sie beim Spielen immer vernünftig bleiben und ihren Gefühlen nicht nachgeben sollten.

Der zweite Schritt besteht darin, dem Patienten die Augen zu öffnen. Oft sind Spieler in einem Stadium, in dem Sie denken, dass "nichts anderes mehr wichtig ist". Man muss sie wieder "auf den Boden der Tatsachen zurückholen“!

Erst wenn diese zwei Schritte beachtet wurden, kann man Lösungen für bestimmte Situationen überlegen. Es kann sich dabei um eine Einschränkung auf dem PC handeln, wenn Sie online spielen, oder einfach nur "Nein" zu sagen, wenn Sie ein Freund wieder mal ins Casino mitnehmen möchte. Wenn die Situation besser wird, dann sollte man Maßnahmen treffen, um Rückschläge zu vermeiden.

Zu diesem Zeitpunkt kann ein Medikament eine große Hilfe sein. Hoffen wir für alle spielsüchtigen Spieler, dass ein solches Medikament bald verfügbar sein wird.